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DC Future liegt im Plan


Randers, 8. September 2009


Nach dem ersten Quartal seit der Einführung des Unternehmensplans DC Future liegt Danish Crown im Plan. Das hat die Führung des Unternehmens am heutigen Tag auf einer Aufsichtsratssitzung mitgeteilt.

Seit Danish Crown im Mai den Neun-Punkte-Plan DC Future von Stapel ließ, ist zielstrebig an der Verringerung der Kosten im Konzern gearbeitet worden.
Ziel ist eine Kostenreduzierung von 1,3 Mia. DKK über einen Zeitraum von sechs bis 18 Monaten. Hinzu kommt ein Abbau von politischen Sonderlasten um 300 Mio. DKK.

„Bei den ersten sieben Punkten des Plans haben wir entweder das festgelegte Ziel bereits erreicht oder liegen kurz davor, was ein Ausdruck dafür ist, wie ernst wir die Aufgabe nehmen“, sagt CEO Kjeld Johannesen. „Die beiden letzten Punkte erfordern die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern bzw. der Politik, und auch dabei gibt es konstruktive Gespräche und viel Wohlwollen.“

„Wir müssen mit einem Zeitrahmen von sechs bis 18 Monaten rechnen, weil es mitunter seine Zeit braucht, bis bestimmte Entscheidungen getroffen und umgesetzt sind und sich schließlich auch auf das Ergebnis auswirken“, sagt er. „So sehen wir erst jetzt die ersten positiven Effekte der zahlreichen betriebsbedingten Kündigungen zu Jahresbeginn. Es dauert auch einige Zeit, bis sich die Schließungen und neuen Kooperationsverträge wirtschaftlich niederschlagen. Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“

DC Future wird auch im kommenden Jahr der Antrieb hinter den Beschlüssen sein, die im Konzern getroffen werden.


Status


1. Einsparungen und Optimierungen in den Schlachtereidivisionen


Der Plan, der die Schweine- und Rindfleischdivision abdeckt, enthält u.a. beträchtliche Verringerungen von direkten und indirekten Kosten bei Schlachthöfen und der Hauptzentrale, eine verbesserte Logistik und Beschaffung sowie eine zunehmende Verlagerung der Produktion.

Eingeleitet wurden Vorsorgemaßnahmen, um die Kapazitätskosten rasch an eventuelle Veränderungen bei der Rohwarenbasis anpassen zu können.

In Bereichen wie Verpackung, Bekleidung, technische Ersatzteile, Hilfsstoffe, Wäsche, Reinigung und Logistik wird durch eine gesteigerte Rationalisierung und bessere Ausnutzung der Ressourcen ein zweistelliger Millionenbetrag eingespart.

Seit der Einführung von DC Future hat die Muttergesellschaft 65 Angestellten gekündigt. In der Tochtergesellschaft Tulip Food Company sind im gleichen Zeitraum 30 Angestellte entlassen worden.

Zum Ende der Sommerferien sind Schritte zur Kündigung von 350 Mitarbeitern in den dänischen Abteilungen der Schweinefleischdivision von Danish Crown eingeleitet worden. Einige Entlassungen haben eine Kündigungsfrist von nur einer Woche.

Zwei Abteilungen der Rindfleischdivision sind geschlossen worden.


2. Verbesserte Einnahmen bei den Veredelungsgesellschaften und den übrigen Gemeinschaftsunternehmen

Aktionspläne mit Schwerpunkt auf den Kosten und der Wettbewerbsfähigkeit müssen in allen Gesellschaften eingeleitet werden und sollen die Beiträge der Tochtergesellschaften zu den Einnahmen von DC steigern.

Auch in den Tochtergesellschaften von Danish Crown sind eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Konzern eingeleitet worden. Diese zeigen jetzt erste Resultate.

So wurden Effektivitäts- und Einnahmeverbesserungen erzielt, die spürbar über dem Plan liegen. Eine allgemein höhere Wettbewerbsfähigkeit der Tochtergesellschaften begründet die Erwartung, dass auf Jahresbasis die Zielsetzungen von DC Future übertroffen werden. Die Erfahrung und Marktkenntnis von Danish Crown zeigt aber, dass ein Teil dieser Verbesserung vom Wettbewerb aufgezehrt wird. Der Plan allerdings wird in diesem Bereich weiter übertroffen werden.


3. Einsparungen durch gemeinsame Verwaltung und Funktionen in Dänemark

Einsparungen und Vereinfachungen durch die Errichtung von gemeinsamen Verwaltungsfunktionen und die gemeinsame Nutzung einer Reihe von Spezialfunktionen durch die dänischen Konzerngesellschaften.

In der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften hat man keinen Stein auf dem anderen gelassen, um Einsparungspotenziale zu finden. In vielen Bereichen sind bereits eine gemeinsame Verwaltung und Nutzung von Spezialfunktionen durch den ganzen Konzern eingeführt worden. Das führt dazu, dass wir den Plan bei den Einsparungen in diesem Bereich erfüllen.


4. Verringerungen bei Investitionen und Produktionskapazitäten in Dänemark

Der Investitionsetat in den dänischen Konzerngesellschaften wird auf ein absolutes Minimum heruntergefahren. Im Laufe des Zeitraums werden ein bis zwei weitere dänische Fabrikanlagen geschlossen.

Danish Crown hat in Dänemark einen allgemeinen Investitionsstopp umgesetzt. Nur die allernötigsten Investitionen werden durchgeführt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Produktionskapazitäten optimal auszunutzen, wird die Fabrikanlage in Sdr. Borup im Dezember geschlossen.


5. Aufbau von Schweineschlachtkapazitäten in Deutschland

DC wird Zugang zu Schweineschlachtkapazitäten in Deutschland schaffen – zunächst mit dem Schwerpunkt auf eine lokale Produktion und Benchmarking.

Danish Crown analysiert gegenwärtig die Möglichkeiten, in Deutschland eine Schlachtkapazität aufzubauen. Aus Gründen des Wettbewerbs ist es nicht möglich, hierzu Details anzugeben, bevor ein Vertrag abgeschlossen worden ist.


6. Einsparungen bei den Ausgaben von DC für den Dänischen Schlachtereiverband


Einsparungen durch Vereinfachung und Rationalisierung der Verbandsarbeit

Beim Dänischen Schlachtereiverband ist durch die Bildung der Abteilung Landwirtschaft & Lebensmittel eine neue Struktur entstanden, bei der neue Aufgaben und eine neue Aufgabenverteilung zu einer spürbaren Verringerung der Mitarbeiterzahl geführt haben. Die Einsparung für Danish Crown beträgt insgesamt ca. 30 Mio. DKK.


7. Neues marktorientiertes Abrechnungskonzept

DC bietet den Schweineerzeugern ein neues Abrechnungskonzept auf der Grundlage des Marktes und mit Optimierungsmöglichkeiten für große wie kleinere Lieferanten. Ziel ist die Sicherung einer breiteren Rohwarenbasis für das gemeinsame Unternehmen, von der alle Anteilseigner profitieren.

Am 5. Oktober führt Danish Crown das neue Abrechnungskonzept DC Afregning ein. Ziel ist eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gegenüber den großen Lieferanten sowie eine höhere Flexibilität und größere Spielräume für die Schweineerzeuger, unabhängig von ihrer Größe. Das Interesse am neuen Abrechnungsmodell ist von Seiten der Anteilseigner sehr groß. Zudem sind Anfragen von zahlreichen neuen Lieferanten eingegangen.


8. Senkung der dänischen Lohnkosten

Das dänische Lohnniveau ist bei DC die größte Herausforderung auf der Kostenseite. Die Lohnkosten sollen um 20 Prozent gesenkt werden, indem die geltenden Tarifvereinbarungen unter die Lupe genommen bzw. die Tarifvereinbarungen zusammen mit den Mitarbeitern überdacht werden sollen.

Vorschläge von Seiten der Kooperationsausschüsse sowie eine detaillierte Überprüfung der Arbeitsabläufe und geltenden Verträge haben zu einer Senkung der Lohnkosten um vier bis fünf Prozent zum gegenwärtigen Zeitpunkt geführt. Vom Ziel einer Senkung der Lohnkosten um insgesamt 20 Prozent, wie sie in DC Future festgesetzt worden ist, wird nicht abgerückt.


9. Beseitigung von politischen Wettbewerbshürden

DC fordert den Abbau von unangemessenen politischen Sonderlasten, die die Rohwarenlieferungen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft bedrohen.

Im Rahmen eines Treffens mit dem Konzerngeschäftsführer Kjeld Johannesen von Danish Crown und dem Vorsitzenden des Dänischen Schlachtereiverbands, Asger Krogsgaard, hat die dänische Lebensmittelministerin Eva Kjer Hansen (Venstre) im Mai die Zusage gegeben, eine Reihe von Kosten zu verringern, die den Schlachthöfen u.a. in Zusammenhang mit der Fleischkontrolle entstehen. In den vergangenen Monaten haben wir ein massives politisches Interesse verspürt, zuletzt durch die Besuche der dänischen Politiker Lene Espersen (Konservative Volkspartei), Villy Søvndal (Sozialistische Volkspartei) und dem Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen (Venstre) bei verschiedenen Schlachthöfen innerhalb einer Woche.


Wussten Sie?

Vidste du?
….dass man in China Mägen isst.  - Eine Spezialität, auf die DAT-SCHAUB seit Jahren die Produktion und den Verkauf spezialisiert hat. In China sind Schweinemägen u. a. im traditionellen »Hot-Pot Dish« enthalten - zusammen mit anderen traditionellen Produkten, wie bspw. Schildkröte, Schweinegebärmutter, Hähnchenfüße etc.
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