Randers, den 2. februar 2010
In den letzten Tagen kursierten eine Reihe Unwahrheiten über die Danish Crown-Unternehmen in Deutschland.
Richtig ist, dass Danish Crown in Oldenburg seit 1. November 2009 mit einem Vertragspartner zusammenarbeitet, der Rumänen für Zerlegearbeiten eingestellt hat.
Es ist üblich, den Vertragspartner vor Aufnahme einer Zusammenarbeit gründlich durch einen externen Wirtschaftsprüfer oder Anwalt prüfen zu lassen.
Der Anwalt hat überprüft und verifiziert, dass der Vertragspartner Lohn auszahlt und die getroffenen Vereinbarungen einhält, so wie er es nach deutscher Gesetzgebung tun muss.
Lohn rechtzeitig
Als wir bei Danish Crown von der Unruhe unter den Rumänen erfuhren, die meinten, sie würden unterbezahlt und sich darüber beschwerten, dass sie keinen Lohn für Dezember erhalten hätten, untersuchten wir die Angelegenheit sofort.
Praktisch sorgten wir noch am gleichen Abend für 6400 Euro in bar, die den Rumänen direkt ausbezahlt wurden, um zu gewährleisten, dass alle ins Wochenende nach Hause fahren konnten.
Zugleich beauftragten wir den Anwalt sofort, die Dokumentation dafür, dass die Bedingungen der Vereinbarung entsprachen, zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Überprüfung lag am Freitag, den 22. Januar, vor und zeigt, dass alle, die in Anlagen von Danish Crown in Deutschland gearbeitet haben, ihren Lohn rechtzeitig erhalten haben. Das Geld wurde am 14. Januar überwiesen. Anscheinend gab es bei einigen der rumänischen Banken eine Verzögerung, so dass das Geld nicht am Morgen des 15. Januar zur Verfügung stand.
18 Vorderteile pro Stunde
Was den Lohn betrifft, wurde Akkordarbeit vereinbart, bei der die Norm der dänischen Norm für Zerlegearbeit entspricht, nämlich 18 Vorderteile pro Stunde. Die Norm ergibt einen Stundenlohn, der über dem branchenüblichen Lohn in Deutschland liegt.
Wie auch in Dänemark bekannt ist, haben die neu eingestellten Mitarbeiter im ersten Monat eine Schulungszulage erhalten, während sie angelernt wurden. Danach entfällt diese Zulage. Einige Rumänen erreichten im Dezember weniger als die Hälfte der Norm und bekamen daher weniger Lohn ausgezahlt.
Für Danish Crown spielt die Nationalität oder Staatsangehörigkeit von Mitarbeitern oder Kooperationspartnern keine Rolle – weder in Dänemark noch im Ausland. In den dänischen Abteilungen arbeiten heute Mitarbeiter verschiedener Nationalität zu den in Dänemark geltenden Lohnbedingungen – unter ihnen Deutsche und Polen.
Schreiben der Anwaltskanzlei honert + partner
In der letzten Woche verließen einige Mitarbeiter, die bei einem Vertragspartner angestellt sind, der einen Vertrag mit einem Ihrer Unternehmen hat, die Arbeit und behaupteten, sie hätten nicht den korrekten Lohn für ihre Arbeit erhalten.
Wir haben dem Unternehmen geholfen, sofort die näheren Umstände dieser Angelegenheit zu überprüfen und haben die relevanten Informationen und Unterlagen vom Vertragspartner erhalten.
Die Ergebnisse unserer Untersuchungen haben gezeigt, dass der betreffende Vertragspartner seine Mitarbeiter nach den branchenüblichen Normen bezahlt hat. Wie bei Zerlegearbeiten üblich, werden die Mitarbeiter pro Stück bezahlt. Der Akkord liegt bei 18 Vorderteile pro Stunde und der Stückpreis liegt innerhalb des üblichen Rahmens.
Bei den Beschwerden der Mitarbeiter ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitarbeiter noch in der Anlernphase befanden und daher nicht in der Lage waren, den Akkord einzuhalten.
Der betreffende Vertragspartner hatte einen Grundlohn gezahlt, ohne Berücksichtigung der im Zusammenhang mit dem Anlernen erzielten Ergebnisse im ersten Monat. Es kam aber im nachfolgenden Monat, als kein Grundlohn mehr gezahlt wurde, zu Meinungsverschiedenheiten über die Bezahlung. Wir haben gleichzeitig Unterlagen vom Vertragspartner erhalten, die zeigen, dass alle fälligen Löhne rechtzeitig gezahlt wurden.
Nach sorgfältiger Abwägung sehen wir daher keinen Anlass für Ihr Unternehmen, die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Vertragspartner nicht fortzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
honert + partner
Dr. Claudius Mann